Wie kann ich Gott erfahren? – Kontemplation als Weg zu Gott

Gesprächsabend 18. April 2012

Das Wort Kontemplation (von lateinisch contemplari = schauen) wird nicht einheitlich verwendet. Es kann das Gleiche bedeuten wie Meditation oder Betrachtung und meint dann oft ein Meditieren über etwas.

Ursprünglich aber bezeichnet es eine ungegenständliche Form des Betens. Kontemplation ist dann mehr ein Zustand des Empfangens als des aktiven Tuns. Dieser Zustand kann aber im Grunde nicht gelehrt, sondern nur geweckt werden. Kontemplation kann unsere Antwort sein auf die sanfte, liebende, leidenschaftliche Einladung Gottes, ihn in unserem Herzen zu erfahren.

Am Mittwoch, 18. April 2012, ab 19 Uhr werden wir diese besondere Form des Gebets kennenlernen und erfahren, wie es praktiziert werden kann.

Zuerst veröffentlicht am 07. Februar 2012.

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Vortrag über Charlotte Pauly

Katalog zum 100. Geburtstag

Im Quäkerbüro sind derzeit in einer kleinen Ausstellung Arbeiten der  Künstlerin und Quäkerin Charlotte Elfriede Pauly zu sehen. Aus diesem Anlaß wird am Sonntag, dem 6. Mai 2012 ab 13.00 Uhr, Walter G. Goes im Quäkerbüro über Charlotte Pauly sprechen. Herr Goes, der heute auf der Insel Rügen lebt und wirkt, studierte an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee und war mit Charlotte befreundet. Da einige von den älteren Freunden des Bezirkes Ost Charlotte (gestorben 1981) noch persönlich kannten, wollen wir in einem zweiten Teil der Veranstaltung unsere Erinnerungen an Charlotte Pauly auffrischen und austauschen.

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Gedanken zum Quäkersein

vor der Andacht, Hirschluch 2012

Die Quäker sind nach meiner Erfahrung eine sehr auf das Individuum ausgerichtete religiöse Gemeinschaft. Das zeigt sich schon in der schweigenden Andacht.

Für mich als Quäker ist sie der Ort und die Zeit des Stillwerdens und des Fallenlassen meiner Gedanken und der gemeinschaftlichen Hinwendung zum Göttlichen. Dabei bleibt offen, was den einzelnen Andachtsteilnehmer zum Göttlichen führt und was er darunter versteht.

Für den einen mag es wie eine christliche Andacht sein, versunken in Gebete, oder das sich auf den Weg der Nachfolge Jesus Machen, für den anderen das Hineinversenken in eine Sehnsucht nach göttlicher Nähe. Für andere wiederum das sanfte Ordnen des Lebens gestellt unter die göttliche Führung. Für wieder andere das tiefe dankbare Wahrnehmen der Schöpfung und das Fühlen, darin in unendlicher Weise eingebettet und aufgehoben zu sein, Göttliches zu ahnen und daraus Kraft zu schöpfen. Um nur wenige Beispiele zu bringen.

Das gemeinschaftliche sich dem Göttlichen Zuwenden und Hingeben, wie individuell es auch sein mag und verstanden wird, trägt uns in der Andacht und gibt uns so heute unsere gemeinsame Religiosität. Weiterlesen

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60 Minuten schweigen

Gedanken in der Andacht

In der Reihe „Sonntags um zehn“ berichtet die Journalistin Claudia Keller für den Tagesspiegel von ihrem Besuch bei der Andacht der Berliner Quäker. „Im Kopf schießen die Gedanken kreuz und quer, sie laufen zurück in die vergangene Woche, zur Arbeit, zum Kinofilm am Abend zuvor, und eilen voraus in die kommenden Tage“ schreibt sie über ihre Gedanken zu Anfang der Stillen Andacht.

Nach (fast) 60 Minuten schweigen fällt ihr das Schattenbild auf, das durch das Fensterkreuz an die Wand geworfen wird: „Das Kreuz und die Liebe und die Sonne. Jesus ist am Kreuz gestorben, die Christen glauben: aus Liebe zu den Menschen, um ihnen Sorgen und Ängste zu nehmen und um Sünden zu verzeihen. Es ist viertel vor zwölf jetzt. Die nächste Woche kann kommen. Wird schon werden. Dann stehen alle auf und geben sich die Hand.“

Den vollständigen Artikel lesen auf tagesspiegel.de

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Möglichkeiten der Stille

Rufus Jones

Die frühen Quäker entdeckten, dass Stille eine der besten Vorbereitungen für eine Zwiesprache und für die Annahme von Inspiration und Führung ist. Sicherlich besitzt Stille an sich nichts Magisches. Es kann sich um reine Leere handeln, das Fehlen von Worten, Geräuschen oder Musik. Stille kann eine Gelegenheit zum Schlummern sein, oder sie kann eine tote Form annehmen. Aber sie kann auch eine intensive Pause, ein belebtes und kreatives Schweigen, ein Augenblick der wechselseitigen Übereinstimmung mit Gott sein.

Rufus Jones, 1937

aus dem Buch „Quäker Glaube und Wirken“
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Einladung zur “Woche der Brüderlichkeit”

Denkmal Kindertransporte Berlin, Bild: w:de:Frank Meisler, CC BY-SA-3.0

Im März findet zum 60. Mal die “Woche der Brüderlichkeit” der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Berlin statt. Im Rahmen dieses Programms laden die Berliner Quäker zu einem Diskussionsabend unter dem Titel “Die Kindertransporte (1938/39) und die Quäker” am Mittwoch, 21. März 2012, Beginn 19.00 Uhr herzlich ein. Die Veranstaltung findet im Quäkerbüro in der Planckstraße 20 in Berlin statt.

Was führte nach der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 zu den Kindertransporten? Welchen Anteil daran hatten die Quäker in Großbritannien? Welche Rolle spielte hierbei das Internationale Büro der Quäker in Berlin? Die Zeitzeugin Gisela Faust berichtet aus ihren Erinnerungen und nimmt zu diesen und weiteren Fragen Stellung.

Fast 10.000 Kinder konnten durch die Kindertransporte von Dezember 1938 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 vor dem Holocaust gerettet werden. Nach den Novemberpogromen 1938 gegen die jüdische Bevölkerung wurden sie mit Zügen und Schiffen aus Nazi-Deutschland nach Großbritannien gebracht. Die meisten der geretteten Kinder sahen ihre Eltern nie wieder, viele waren die Einzigen ihrer Familie, die den Holocaust überlebten.

Einladung zum Ausdrucken

Dieser Beitrag wurde hier zuerst veröffentlicht am 01. Februar 2012. Zu einer ähnlichen Veranstaltung im Juli 2010 findet sich ein Rückblick auf den Seiten der GCJZ Berlin.

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Weltkonferenz 2012

World Conference of Friends 2012

Die 350jährige Geschichte der Quäker hat sehr unterschiedliche Traditionen hervorgebracht. Vor allem in den USA führten Erweckungsbewegungen dazu, dass sich der heute weitaus größte Teil der Quäker-Gemeinden stark der christlichen Glaubenslehre verpflichtet fühlt und die Stille Andacht durch von Pastoren geleitete Gottesdienste mit Lesungen, Gebeten und Gesang ersetzt hat. In Europa herrscht hingegen die liberale Quäker-Tradition vor, die Stille Andachten hält, bestellte Priester sowie Dogmen ablehnt und nicht missioniert. Ihr gehören auch die Quäker in den deutschsprachigen Ländern an.

Nunmehr zum sechsten Mal werden sich die unterschiedlichen Strömungen des weltweiten Quäkertums vom 17. bis 25. April 2012 in Kenia zur „World Conference of Friends“ treffen. Die Konferenz steht unter dem Motto „Being Salt and Light – Friends living the Kingdom of God in a broken world”. Auch die deutschen Quäker werden bei dieser Weltkonferenz vertreten sein. Das Zusammentreffen von rund 1000 Delegierten von evangelikalen, christlichen und liberalen Quäker-Gemeinden verspricht erneut viele spannende, sicher aber auch Offenheit und Toleranz erfordernde Begegnungen.

Mehr Informationen zur „World Conference of Friends 2012“ finden sich auf der Internetseite www.saltandlight2012.org .

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